Fragen und Antworten zum Schwung von Jim Venetos.Wie starte ich den Downswing?


Frage

Wie starte ich den Downswing? Soll ich den linken Arm runterziehen? Oder bewege ich den Schläger mit beiden Händen? Oder setze ich die rechte Hand stark ein? Gibt es irgendeinen Initial-Gedanken?

Jims Antwort
Gute Frage. Die Antwort mag dich ein wenig überraschen, denn sie unterscheidet sich sehr von dem, was du möglicherweise bisher nach der traditionellen Lehre getan hast. Diese lehrt dich nämlich, während des ganzen Schwunges zu agieren. Und das ist die Folge einer schlechten Setup Position und der Verschiebung von Gewicht, was dir diese traditionelle Methode vorschreibt.


Nach der Methode, die wir spielen, besteht keine Veranlassung, irgendeine Aktion zu beginnen, um den Abschwung zu vollziehen
.

Wie z.B. den Schläger runterziehen, Kraft einzusetzen oder den Schläger irgendwie zu steuern. Statt dessen kannst du den Luxus genießen, dich um das Managen von Bewegungen überhaupt nicht kümmern zu müssen. Und zwar deshalb, weil wir alle Aktionen für den Schwung in der Setup-Position vorweg genommen haben. Das ist es, was unsere Setup-Position so sehr von der traditionellen Methode unterscheidet. Wir kreieren alle Bewegungen für den Schwung im Setup, während die traditionelle Methode verlangt, alle Bewegungen während des Schwunges zu managen. Das macht den Schwung sehr kompliziert und inkonstant.

Nun zur Antwort:
Um den Abschwung zu beginnen, konzentriere dich einfach weiterhin auf die Position des Gewichtes unter dem vorderen Fuß - ja "verankere" es dort.
Es ist nicht nötig, den Abschwung zusätzlich mit etwas Anderem bewusst zu starten. Weder mit einem Gedanken an die Spannung (Torque), die bereits  durch die aufgedrehten ( geschlossenen) Schultern kreiert worden ist, noch an das Halten / Verankern des "Gewichts vorn".

Torque
und die feste Position des Gewichtes allein sind es, die den Abschwung "für dich" erledigen. Es sollte sich für dich ein Gefühl einstellen, dass du überhaupt nichts tun musstest, außer das Gewicht vorn zu halten.

Wenn es dir gelingt, dich auf "Gewicht vorn" zu konzentrieren und deinen Armen nur  erlaubst, einfach zum Ball zurückzukehren, so wirst du feststellen, dass du einen Überfluss an Power hast. Und außerdem wirst du erleben, welche grandiose Auswirkung "Simplicity" - die Einfachheit -  für dein Golfspiel hat. Less ss more.

 

Hier geht' s zum Video

 

KEINE Kraft einzusetzen - Wie schaffe ich das?



Der Gedanke "Low Effort" hilft dir dabei.

 

Aus der uns bekannte Position des Körpers im Setup - "Schultern geschlossen, Gewicht vorn" - schwingen wir die Arme auf. Nun befindet sich der Körper vor dem Abschwung der Arme in einer aufgedrehten, "aufgeladenen" Ausgangsposition, vergleichbar der Position eines Bogenschützen beim Zielen mit gespanntem Bogen.

Das Einzige, was der Bogenschütze nun zu tun hat ist, die Sehne loslassen.
Sonst nichts.
Im übertragenden Sinn ist das genau das, was der Golfspieler auch machen sollte.
Im Abschwung den Schläger einfach "fallen" lassen.

Genau wie beim Bogenschütze ist nichts weiter erforderlich. Kein zusätzlicher Einsatz von Kraft. Denn das würde bedeuten, dass der Bogenschütze den Pfeil beim Loslassen der Sehne noch "zusätzlich anschiebt".

Ein Bogenschütze, der den "geladenen Pfeil" noch "anschiebt" und so in den Energie-Transfer eingreift? Unnötig

Für uns heißt das: Setup-Position einnehmen und aufschwingen - und dann den Schläger im Abschwung einfach nach unten fallen lassen. Nicht forcieren! Das ist alles. Jede zusätzliche Beschleunigung des Schlägers durch uns ist sinnlos! "LOW EFFORT" ist einer deiner wichtigsten Schwung-Gedanken.

 

"Staying still" - darf sich der Körper dabei überhaupt nicht bewegen?



Ich habe das Gefühl, dass sich mein Körper, die Schultern und auch die Hüften schon auch bewegen, während die Arme und Hände abschwingen.  Ist das akzeptabel?

 


Antwort
Wenn die Schultern sich bewegen, geschieht das oft auch, ohne dass Du sie dazu aufgefordert hast. Das ist eine ganz natürliche Reaktion auf die Stillness / Ruhe, die du hältst.

Diese Stillness erlaubt deiner linken ( vorderen) Seite, die die Drehachse ist, egal bei welchem Schwung, sich statisch - ruhig - zu verhalten. Diese Stillness wird die rechte Seite (back ) zwingen, sich der "Dominanz der Linken Seite" zu unterwerfen.  

Ganz offensichtlich gibt es Bewegungen. Sie erklären sich einfach durch deine Intension / deine feste Absicht, die Position des Gewichtes und die Struktur des Setup zu erhalten. Die Bewegungen der Schultern und der Hüften sind passive Reaktionen darauf.

Allein wichtig ist:

Gewicht bleibt vorn - Schultern sind geschlossen bis durch den Impact.

Bei dieser Aktion gibt es niemals ein Verzicht auf die Längen der Schläge.
Denn die Distanz, ist ein Produkt der Hebelwirkung, die gerade durch das Still - Halten der Position des Gewichtes und des Setup erreicht wird. Fokussiere dich während des Schwunges nur auf Stillness im Setup, und alles wird sich richtig bewegen. Es ist die Position, die die Aktion erzeugt.

Es gibt Power ohne Ende, wenn Du dein Gewicht nur auf dem vorderen Fuß lässt.  

Der beste Weg, Stillness zu erreichen ist, sich während des Schwunges allein nur darauf zu konzentrieren.
Wenn du ernsthaft still stehen willst, wird es dir gelingen. Doch, wenn du in dem Moment, während du es versuchst, dich ebenfalls noch damit beschäftigst, die Bewegungen des Schlägers zu managen, wird das sofort zur Unsicherheit führen. Wer also während des Schwunges an alles Mögliche denkt, was man tun muss, der sollte jetzt die Gelegenheit nutzen, Nebengedanken für immer über Bord zu werfen.

Wenn dir das gelingt, wird der Ballkontakt solider sein.

Und auch der Schwungpfad "n to out" wird sich verbessern. Denn, wenn du einmal damit aufgehört hast, deinen Armen und Händen Befehle zu geben, was sie tun sollen, werden sie sich einfach der Struktur des Setup, der geschlossenen Schulterlinie, unterwerfen. Stillness ist eine wichtige Fertigkeit, die man sich aneignen kann.

 
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