Trainieren mit Ziel. Die Struktur des Lern-Prozesses.


Diese Lektion geht über das sinnvolle Training, besonders aber darüber, wie man es produktiv gestalten kann.

 

Wichtig: Ein Training muss immer ziel-orientiert sein.
Wir benutzen hier den Begriff "Building your swing". Und den sollte man wörtlich nehmen, denn hier setzen wir Fähigkeiten zusammen, die dich zu dem Golfer machen, der du bist. Ich werde diesen Prozess für dich eröffnen und daraus einen fließenden Vorgang machen. Ich habe Dir eine Folge von Übungen zusammengestellt, die du dir aneignen solltest, während du diesen Schwung lernst. 

Wenn du auf der Range übst, so solltest Du die Struktur der Übungen übernehmen, die ich dir hier zeige. Fang an mit einem "Viertel-Schwung" ( 1/4 Aufschwung) und stelle absolut sicher, dass du dabei ruhig stehst, der Körper geschlossen ist - selbst bei diesen Viertel-Schwung. Der Ball zeigt es dir. Wenn du den Ball solide getroffen hast, und das Ergebnis ein leichter Draw ist, dann hast Du alles richtig gemacht.

Darauf gehe über zum "Halben-Schwung". Und erneut schau genau auf den Ballflug. Ist er ebenso solide mit leichtem Drew gespielt, bist du sicher, dass deine Position korrekt war. Falls du das Gefühl hattest, nicht in der korrekten Position gewesen zu sein - wiederhole den Schlag. Solange, bis du den leichten Draw mit dem "Halben Schwung sicher spielen kannst.

Die Absicht dahinter ist nicht nur, dass du diesen Schwung festigst, sondern auch die Tatsache, dass diese Schläge auf dem Platz sehr wertvoll sind, wenn man sie kann. Sei dir also bewusst, dass Du hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kannst. Nicht nur, dass Du ein Verständnis für die richtige Setup-Position und der Stillness entwickelst, sondern im gleichen Maße baust du dir die Schläge, die du sehr oft auf der Runde brauchst.

Die Viertel-Schläge erzeugen ein spezifische Flugbahn, die niedriger ist und den Ball nach der Landung noch eine bestimmte Strecke weiter rollen lässt. Merke Dir diese Gesamtlänge gut, damit du eine Vorstellung von einem Viertel-Schlag erhältst. Denn man kommt oft in Situationen, wo man den Ball flach halten muss, wie unter einem Baum hindurch  spielen oder wegen des Windes, oder wenn die Fahne am Ende des Grüns angespielt werden muss usw. Entsprechendes gilt für den Halben und 3/4 Schwung, höhere Flugbahn und weniger Rollen, bis zum vollen Schwung mit dem weitesten Carry und dem geringsten Roll.

Erinnere Dich: Alles ist abhängig vom SETUP.
Und es das Setup, das die Korrekturen für den Schwung erzeugt! Wenn es nicht gelingt, einen soliden Schlag mit einen leichten Draw zu erzeugen, dann gehe einfach "tiefer" in Dein Setup hinein. Du kannst niemals zuviel Gewicht vorne haben und ebenfalls niemals zu geschlossen stehen!

Da gibt eine Ideale Formel: Wenn 70 % Deines Gewichts auf den vorderen Fuß liegen, wird sich Dein Körper entsprechend schließen. Lege ich mehr Gewicht auf den vorderen Fuss, so schließt sich Körper mehr, entsprechend bei weniger Gewicht, weniger geschlossen. Von da greifst Du den Schläger.

Und, das ist wichtig: nämlich herauszufinden,
was für einen Schlag die Setup-Position erzeug
t!!

Hat man den Schlagfehler erkannt, so geht man eben "tiefer" in das Setup, mehr Gewicht vorn, geschlossene Schultern und hält die Position ruhig ( Stillness). Sodann schaut man, was der Ball macht. Denn er erzählt einem genau, ob man eine Verbesserung erzielt hat.

Alle erforderlichen Modifikationen gehen allein über die Setup-Position.
Wenn der Ball mit einem leichten Draw fliegt und solide getroffen wurde, bist du in der korrekten Position gewesen. Wenn nicht, verändere deine Setup- Position im nächsten Schwung, um ggf. noch tiefer in die Position hineinzufallen.( mehr Gewicht vorne).

Versuche dies zu erfassen und es herauszufinden, wie unterschiedlich die Veränderungen sich dann anfühlen. Denn diese Unterschiede helfen dir dabei zu erkennen, in welchem Lernstadium du dich befindest.

Es ist leicht zu erkennen, wie Deine Setup-Position ist und somit auch einfach, diese Position immer wieder einzunehmen. So extrem sie einem auch vorkommt, so geschlossen die Schultern sein mögen oder das Gewicht auf dem vorderen Fuß, so sind es gerade diese Besonderheiten, die es einfach machen, das richtige Setup zu erkennen.

Das Ziel dieses Videos ist es, sich den ganzen Lernprozess zu erarbeiten. Es ist allein die Setup-Position, die die Grundlage für den Schwung legt - und es ist dann "STILLNESS" der einzige Schwung-Gedanke. Und von da an ist alles, was du tun musst,  zu erkennen, was der Ball macht.

 - Richtungs-Fehler haben zu tun mit der Stellung der Schultern,
 - Schlechter Ballkontakt mit dem Gewicht.

UND DAS IST ALLES!

Und wenn du diesen Prozess des Swing-Building  übernimmst, und dich mit den unterschiedlich langen Schlägen  weiterentwickelst, dann wirst du feststellen, dass deine Trainigseinheiten sehr zielgerichtet sind.  Und das beste daran ist, dass du Schläge entwickelst, die du mit auf den Platz nimmst und sie auch dort verwendest.

Die meisten Golfer sind nur in der Lage, mit jedem Schläger nur eine Art von Schlag zu auszuführen, einen vollen Schlag. Das sind dann ihre Längen, und das ist dann auch der einzige Schlag, den sie auch nur mit allen anderen Schläger machen können. Wenn Du mit jedem Schläger in deinem Bag in der Lage bist, 4 Schwünge und somit auch 4 verschiedene Längen zu produzieren, hast Du dein Schlagrepertoire vervielfältigt und bist so jeder Situation auf dem Platz gewachsen.

Dieser Text isr die Original-Übersetzung zum Text von Jim Venetos im obigen Video.
von Manfred Stölting

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