Was startet den Downswing?


In diesem Video geht es um die Frage, was leitet den Downswing ein.

Im traditionellen Schwung die Hüften, die Schultern, die Arme, alle starten sie den DS. Das Problem dabei ist, das alles erfordert Timing! Alle Komponenten und die Bewegungen müssen koordiniert werden, um einen Schwung durchzuführen.

Das aber ist es nicht, was wir in unserem Schwung machen. Wir verlassen uns auf die Physik. Auf die Wirkung der Hebelkraft und auf den Einsatz der Struktur unseres Körpers

Schauen wir uns mal diesen Schwung an: Was veranlasst, dass bei diesem Schwung der Schläger zum Impact zurückkehrt, ist nicht die Kraft des Abschwunges, die den Schläger zum Ball zurückbringt oder eine Rotation der Hüften. Es ist ganz einfach die Wirkung der Position des Gewichtes. ( Setup: Gewicht vorn)

Denn wenn ich mein Gewicht auf die vordere ( linke ) Seite bringe, habe ich damit 2 Dinge gemacht:

ich habe mein Gewicht vor den Ball gebracht und damit sicher gestallt, dass der Schläger immer dahin zurückkehrt, wo das Gewicht ist.

Zum andern habe mich in eine feste Position gestellt, sodass durch das Aufschwingen des Schlägers und der Arme eine (Dreh-) Spannung im Körper aufgebaut wird ( Torque).

In dieser Position habe ich 2 Dinge sichergestellt.
Einmal wird mein Schläger von da genau wieder zum Ball zurück kehren, und zwar präzise.
Warum präzise? Weil ich meine Position nicht verändert habe.Und wenn ich meine Position nicht verändere, kehrt der Schläger dahin zurück, von wo er gestartet war.

Und da es für die Arme - aufgeschwungen - nicht ihre natürlich Haltung ist, über der Schulter zu verharren - sie gehören an unsere Seite - ist es ihre normale Reaktion, zurückzukehren in ihre natürliche Ausgangsposition.

Daraus ergibt es sich logisch, dass es keinerlei Anstrengung oder Schlagen bedarf, die Arme nach unten an den Ball zu führen. Und weil ich keine Gewichtsverschiebung vorgenommen habe, brauche ich auch keinerlei Timing, um dahin zurückzukehren, wo der Schwung begann -
zum Ball.

Das große Geheimnis ist, wie wird nun daraus Power erzeugt?
Power entsteht durch die Wirkung Hebelkraft auf den Schläger, genauer auf den Schlägerschaft. Denn dadurch, dass der Schläger im Kreis schwingt, wird der Schaft gespannt, er biegt sich sichtbar, und somit entsteht eine Energie im gebogenen Schaft, die sich im Impact "ent-spannt" und auf den Ball über geht. Das kann man selbst erfahren. Denke mal an Schläge, die so locker und entspannt waren, und die sich so kraftlos und leicht anfühlten und so voller Power waren, dass man sich fragte, wie das denn sein konnte

 

 

Wie konnte soviel Power entstehen mit so wenig Anstrengung?
Die Antwort ist, weil der Schlägerschaft sich gespannt (gebogen) hat.
Und wie immer das auch passierte, das muss verstanden werden! Wie können wir diese Spannung erzeugen, um immer wieder konstant dieses Ergebnis im Schlag zu erzielen?
Die Antwort: Einzig über die Position deines Gewichtes.

Wenn immer du das Gewicht fest in seiner Position vorne hältst, erzeugt das die "zentripetale Kraft". Zentripetale Kraft erkennt man an dem Beispiel mit dem Ball, der an einer Kette um einen festen Pfahl oder Stab schwingt. In unserem Schwung ist der Stab unser Körper, die Kette der Arm und der rotierende Ball ist der Schläger. Solange der Stab also fest verankert ist, habe ich eine gespannte Kette, und der Ball fliegt um ihn herum. Sobald der Stab sich aber verschiebt, und wenn es nur Zentimeter sind, wird der Ball langsam, die zentripetale Kraft ( Haltekraft) ist weg. Und die Geschwindigkeit, mit der der Ball auf der Kreisbahn fliegt, nimmt ab und er "stürzt auf der Kreisbahn ab."

Was in diesem Beispiel die Kraft erzeugt, ist der feste Stab!
In unserem Schwung ist es die linke Seite, die den Stab bildet. Sie ist es, die die Power erzeugt und - weil ich mich nicht bewege - auch die Präzision. Und indem ich mich nicht bewege, schwingt der Schläger in einem Kreis. Und es ist der kreisförmige Schlag, der die Spannung / Biegung im Schaft erzeugt. Ich selbst mache nichts anderes, als die Struktur des Körpers zu halten.

Zum "Effortless Swing":
Jeder kennt das, wenn man eigentlich nur einen Schlag vorlegen wollte, und plötzlich geht der Ball weg, leicht und viel weiter als geplant. Und das ohne Kraft. Das passiert oft immer dann, wenn man es überhaupt nicht auf Distanz abgesehen hat.

Also hat eine Reduktion an Kraft sofort zu einer Steigerung der Effizienz geführt!
Und das dann oft mit einem 3/4 Schläg. Was passiert da plötzlich? Man fragt sich dann doch, ob dann nicht überhaupt ein 3/4 Schlag auch für längere Entfernungen ausreicht, und ob man dann im Training nicht immer viel zu viel Kraft eingesetzt hat.

Aber das ist das Spiel Golf. Es verlangt von dir oft, Längen zu spielen, Wasser zu überspielen und noch alles mögliche, sodass deine wohl gewollten Anstrengungen oft übertrieben waren, ja ganz bestimmt oft auch unnötig.

Was unseren Schwung betrifft, so wird hier alles auf dem kleinsten gemeinsame Nenner gebracht. Wenn du Power benötigst, so musst du dafür sorgen, dass der Schlägerschaft sich spannt ( sich biegt).

Wenn du willst, dass der Schlägerschaft sich spannt, dann musst du das Schwung-Zentrum - deine linke Seite - still halten.

Indem du die Position des Gewichts und die Position des Unterkörpers beibehältst, schnappt der Schläger mit dem Auflösen der Drehspannung ( Torque) im Körper zurück an den Ball und um dich herum ins Finish.

Dazu ist keinerlei Kraft von dir erforderlich, alles was du tun musst ist, das Zentrum / die linke Seite still zu halten.

Wenn du das tust, erhältst du diese durch die Hebelkraft erzeugte Power im Überfluss.

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