Josh Zander: Chip and Run.


 "Click & Brush" - Fortsetzung Titelseite

Wenn Sie den Begriff "brush" - bürsten - im Golf bisher nur in Verbindung mit dem Reinigen Ihres Sand-Wedges kennen, dann ist es höchste Zeit, dass Sie sich eines Ihrer wichtigsten Eisen einmal etwas genauer anschauen.

Ein Wedge hat die Aufgabe, Ihren Ball im kurzen Spiel je nach Spielsituation mehr oder weniger in die Luft zu bringen. Das tut es durch seinen Loft, z.B von 56-64°, und durch den Eintreffwinkel (AoA) auf den Ball im Impact. Möglichst flach muss dieser sein - und da beginnt schon das Problem. Aber erfreulicherweise hat ein Wedge da eine eingebaute Erleichterung, den Bounce. Und wir ein SETUP, das sicher stellt, dass das Wedge flach an den Ball kommt. Und so liegt die  vordere Sohlenkante (Leading edge) des Schlägerkopfes höher als die hintere (trailing edge).

Bei dieser Schlägerstellung wird nun der Schlägerboden zwischen den Kanten den Bounce  erzeugen, der das Wedge abprallen und gleiten lässt.. Der Boden wird also im Durchschwung nicht umgegraben, sondern schön gebürstet.  Vom kleinsten Chip bis zum hohen Flop-Shot nutzt das Wedge den Bounce und gleitet über den Boden. Und wenn es dann vor dem "brush" noch "Click" macht, dann haben Sie den Ball perfekt getroffen. Das und nichts anderes ist Wedge-Spiel.

Josh Zanders, PGA Professional at Stanfort University in Kalifornien, zeigt uns hier, was beim Setup alles zu beachten ist und erklärt diesen Vorgang am einfachsten aller kurzen Schläge, dem Chip and Run. 

Josh Zander: Chip and Run. Der Text zum Video.

Nach den Basics die nächste Stufe:
Der einfache Chip and Run, ein flacher Chip, der nur ganz kurz in der Luft ist und dann zum Loch rollt. Einfach, wenn man weiß, was auch für ihn wichtig ist. Josh Zander erläutert die 2 wichigsten Elementen des Chipping.

- Was ist der BOUNCE und
- Wie  kriegen wir den tiefsten Punkt des Schwunges an die richtige Stelle.

Wenn Sie sich Ihr Sandwedge einmal genau von unten anschauen, so finden Sie neben der großen Nummer auch oft eine kleine. Die eine ist die Angabe des Lofts, 56 oder 6o Grad z.B.



Die andere kleine Zahl bezeichnet den "Bounce".

Z.b 14 Grad. Das ist der Unterschied in der Höhe der vorderen Sohlen-Kante - Leading Edge- und des Trailing Edge - der hinteren Kante. Die hintere Kante ist also 14 Grad tiefer als die vordere Kante. Warum ist das denn so wichtig?

Es ist, so Josh Zander, Ihr "Forgiveness".

Wenn Sie so wollen, der Bounce soll verhindern, dass der Schläger zu tief in den Boden eindringt. Das ist für die meisten von uns nichts Neues, denn das kennen Sie aus dem Bunkerspiel. Aber was soll das denn auf dem Fairway bewirken? Nur Gutes, weil er hier nämlich dafür sorgt, dass der Schläger auf der Fairway gleiten kann und und wir nicht in den Boden hacken.

Um den Ball auch beim Chip von oben nach unten zu treffen, ohne dass der Schläger, wie bei den anderen Eisen, in den Boden eindringt, müssen wir allerdings darauf achten, dass wir den Schläger im Impact nicht mehr als die 14 Grad des Bounce nach vorne neigen (deloften).

Die zweite Vorausetzung ist, den tiefsten Punkt des Schwugbogens nach vorne zu bringen. Das erledigen wir einfach duch die Verschiebung des Körperschwerpunktes aus der zentralen Setup Position um ein paar cm nach vorn. Das reicht, um zuerst den Ball zu treffen und sofort den Bounce ( resp. die hintere Kante) ins Spiel kommen zu lassen und das Gras nach vorne gehend nur zu bürsten.

"Click & Brush". Ball-Boden Kontakt in seiner elegantesten Form.
Sieht nicht nur gut aus, sondern vermittelt auch einen Sound "Click & Brush", so schön haben  Sie einen Impact noch nie gehört! Erst den Ball und dann den Boden bürsten. Kein Divot ist hier zu sehen, denn der Bounce hat das verhindert. Short Game Area, so Josh Zander, is a Divot free Zone!

Mehr über Chipping und Pitching der Besten.

Rendertime: 0,087 sec. - Querys: 203